Van Morrison (* 31. August 1945 in Belfast; eigentlich George Ivan Morrison) ist ein nordirischer Musiker, Sänger und Komponist.

Van Morrison hatte schon in seiner Kindheit nur ein Ziel: Er wollte Musiker werden. Mit zwölf Jahren gehörte er bereits der Band Deannie Sands And The Javelins an. Zu Beginn der 1960er Jahre spielte er in der Band The Monarchs Saxophon und Mundharmonika und absolvierte noch als Teenager Tourneen in Deutschland und Schottland.

1964 wurde Van Morrison Frontmann der Rockband Them, die eine Reihe von Hits hatte. Nachdem er bei Them ausgeschieden war, bot ihm der Manager Bert Berns aus New York einen Vertrag für eine Solokarriere an. Innerhalb von drei Tagen nahm er 1968 mit Jazzmusikern ein ungewöhnliches Album auf: Astral Weeks. Es entstand eine bis dahin noch kaum gehörte Fusion von Folk-, Blues- und Jazz. Auf der nachfolgenden Platte ist mit dem Titelsong ein Klassiker enthalten: Moondance.

Inzwischen hatte er sich mit seiner Familie in Woodstock, New York, angesiedelt. Die ländliche Atmosphäre schlug sich im Country-orientierten Album Tupelo Honey nieder. Auf Hard Nose the Highway setzte Morrison erstmals das so genannte Caledonia Soul Orchestra ein, eine Rockgruppe mit Streicherbegleitung.

Nach einem längeren Aufenthalt in den USA kehrte Van Morrison in seine Heimat Irland zurück, was sich auf der Platte Veedon Fleece bemerkbar machte. Hier dominiert eine keltisch-irische Stimmung.

Mitte der Achtziger folgte eine Platte, die zu den beliebtesten seiner Fans gehört: No Guru, No Method, No Teacher. Nach dem Erscheinen dieser Platte trat Van Morrison auch mit Big Bands auf.

Nach der Platte Poetic Champions Compose folgte 1988 eine erfolgreiche Kooperation mit der irischen Folkband The Chieftains. Man beschloss, ein Album mit irischen Traditionals aufzunehmen und auf Tournee zu gehen. Gegen Ende einer Konzertreise durch Europa kam es jedoch zu so starken Spannungen zwischen den Musikern, dass das Projekt aufgegeben wurde.

In den 1990er Jahren erhielt Van Morrison viele Ehrungen. Unter anderem wurde er in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Nicht nur die von der Country-Musik beeinflusste Platte You Win Again löste bei Fans und Kritikern Kontroversen aus, sondern auch die beiden folgenden Alben Down The Road und What’s Wrong With This Picture.

Das eher ruhige Album Magic Time konnte sich 2005 sofort in den Charts platzieren. 2006 wandte sich Van Morrison auf seinem Album Pay the Devil erneut der Country-Musik zu und trat zum ersten Mal im Ryman Auditorium in Nashville auf.