Die Rockband Nektar wurde 1969 von den Briten Roye Albrighton (Gitarre), Allan „Taff“ Freeman (Keyboards), Ron Howden (Schlagzeug) und Derek „Mo“ Moore (Bass) zusammen mit Mick Brockett (Lichteffekte) in Hamburg gegründet. Stilistisch anfangs im Schnittbereich zwischen dem aufkeimenden Progressive Rock und dem abflauenden Psychedelic Rock beheimatet, wandte man sich auf den späteren Alben zum simpler gestrickten Hard Rock hin. Die Stücke der früheren Alben zeichnen sich durch zahlreiche Brüche und Tempiwechsel aus, oft werden andere Musiker zitiert.

Derek Moore und Ron Howden waren einander 1964 in Frankreich begegnet, wo beide in verschiedenen Bands in amerikanischen Armeekasinos auftraten. Als die beiden Allan Freeman in Deutschland trafen, wurde aus dem Duo das Trio Prophecy. Bei der Gründung von Nektar ließ sich die Band in einem Bauernhaus im Odenwald (Hessen) nieder. Das sinfonische Debut-Album „Journey to the Centre of the Eye“ erschien 1971.

1972 schaffte eine Nektar-LP den Sprung in die amerikanischen Charts. A Tab in the OceanRemember The Future in den USA vergoldet. Kurze Zeit später erreichte auch Down To Earth amerikanisches Gold. Die Gruppe entschloss sich zu einer USA-Tournee und erzielte einen Achtungserfolg: Mehr als 100.000 Amerikaner wollten Nektar sehen. Kennzeichnend für die Live-Auftritte der Band war die Lightshow, die auf großen Leinwänden hinter den Musikern vom „Lichtmusiker“ Brockett virtuos inszeniert wurde. wurde eigens für die Vereinigten Staaten neu abgemischt. Diese Aufnahme mit mehr Tempo und klarer zu unterscheidenden Instrumenten sollte den Geschmack der US-Amerikaner besser treffen.

1976 verließ Albrighton die Band. Das Album Magic is a Child wurde mit dem Gitarristen und Sänger Dave Nelson aufgenommen, fand jedoch nicht die Beachtung, die frühere Werke von Nektar erhalten hatten. Es ist die einzige LP in dieser Besetzung. 1980 fanden sich Albrighton und Freeman noch einmal zusammen, um mit Carmine Rojas am Bass und David Prater am Schlagzeug Man in the Moon zu produzieren. Danach war es lange still um Nektar.

2001 wurde Nektar von den früheren Gründungsmitgliedern Albrighton und Freeman zusammen mit Ray Hardwick (Schlagzeug) wiederbelebt und konnte an die alten Erfolge anknüpfen. 2002 tourte die Band in der Originalbesetzung zunächst in den USA, es folgten Konzerte in Großbritannien und Deutschland. Der Bassist Moore sah sich dem Tournee-Stress jedoch nicht mehr gewachsen, so dass er sich zurückzog. Er wurde ersetzt durch Randy Dembo, der auch auf der „Evolution“-CD mitspielte. Seit September 2004 war Tom Hughes an den Tasten, insbesondere an der Hammond-Orgel, zu finden.

2006 wurde Nektar wieder neu besetzt und arbeitet im Moment an dem neuen Studioalbum „Book of Days“. Randy Dembo (Bass) wurde durch Desha Dunnahoe und Tom Hughes (Keyboards) durch Steve Mattern ersetzt. Hinzugekommen ist noch Steve Adams als 2. Gitarrist. Die drei neuen Mitglieder spielen auch in der Band von Steve Adams.