Natürlich hat man das so oder so ähnlich schon oft gehört. Vielleicht sind die Mannen um Scott Rinning sogar so etwas wie der Archetyp jetztzeitiger Inselbands. Die Single „Break“ war so ein Beispiel: Zackig, abgedunkelt, überproduziert und pathetisch. Als ob alles besonders richtig gemacht werden wollte. Dem neuen Album „Love And Terror“ wird mehr Roughness attestiert und das steht dem mitunter furios aufspielenden Quartett aus Glasgow sicherlich gerade live gut zu Gesicht. Wenn es den Cinematics gelingt, sich noch ein Stückchen von ihren Vorbildern zu entfernen, kann in naher Zukunft getrost ein großer Wurf erwartet. Muss ja nicht jede Band so in Langeweile erstarren wie die Editors. Aber da mache ich mir bei einer Glasgower Band keine Sorgen.