Böse Zungen behaupten, dass DJ-Kollektiv um Alex Barck klinge wie ein kopflastiger Intellektuellenworkshop, der nach Baukastenprinzip unterschiedliche Sounds (NuJazz, Soul oder HipHop) verschmilzt. Das stimmt aber nicht. Denn obwohl Jazzanova höchst experimentierfreudig sind und die Stilvielfalt lieben, lassen sich fast alle Songs des Sextetts in nur zwei Kategorien stecken: Musik, zu der man sich in eine sanft schaukelnde Hängematte wünscht, und Musik, bei der man gerne eine Tanzfläche aus wohl temperiertem Sand unter den nackten Füßen hätte. Sommerlichkeit ist bei den Berlinern ein wichtiges Bandprinzip. Langsamkeit ein anderes: In 13 Jahren Bandgeschichte bringen es Jazzanova erst auf zwei Studioalben. Erst 2008 erschien das lang erwartete „Of All The Things“.

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