„Let’s get ready to rumble“: Michael Buffer. „Verdammt, Jim, ich bin Arzt und kein Maurer“: Leonard McCoy. Es geht doch nichts über jene Markenzeichen-Sätze, die man sofort zuordnen kann. „This next song is about love and disaster“: John Bramwell. Der Sänger von I Am Kloot erklärt mit diesen Worten gerne, worum sich seine Texte drehen, wobei der Begriff „love“ auch durch „drinking“, „insanity“, „fucking“ oder Ähnliches ersetzt werden kann. Das Trio aus Manchester gilt als ewiger Geheimtipp. Was kein Mensch verstehen kann, der sie auf der Bühne erlebt hat. Die fabelhaften drei kommen ohne großes Gehabe aus. Sänger und Songschreiber John Bramwell klemmt sich seine Gitarre unter den Arm, stellt das rechte Bein auf einen Getränkekasten und nimmt einen kräftigen Schluck Rotwein. Was nun folgt, ist melancholischer Indiepop mit träumerischen Melodien, die sie mal bluesig, mal in Beatles-Manier spielen. In den Songs geht es um Beziehungsirrsinn und Zynismus gegen den Alltagsterror. Bramwell erzählt seine Geschichten schwermütig, aber mit Augenzwinkern. Die Arrangements sind dabei reduziert und zärtlich gespielt.

Video-Tipp: „Proof“ von I Am Kloot