In jüngster Zeit erinnern Jimmy Eat World immer mehr an den aktuellen Ford Mustang: Man erkennt die Neuauflage eines Klassikers, und trotzdem fehlt irgendwie der Charme von früher. Alles wirkt glatter, dicker, austauschbarer. Das heißt nicht, dass die Emo-Rocker aus Arizona nun wirklich schlecht wären, aber ihre Annäherung an den amerikanischen Radio-Mainstream hat doch Spuren hinterlassen. Auch die Shows im letzten Jahr wirkten routiniert und seltsam leblos. Richtige Freude kam nur bei alten Hits wie „A Praise Chorus“ oder „Lucky Denver Mint“ auf. Vielleicht sollten sie einfach etwas weniger touren und dann mit ihrem früheren Elan zurückkehren. So bleibt der Eindruck einer guten Band, die zu viel Zeit im Windkanal verbracht hat.

Video-Tipp: „Always Be“ von Jimmy Eat World