Man nehme eine gehörige Portion Warholsche Pop Art, zu gleichen Teilen Synthie-Pop und Punk-Ethos, würze das Ganze mit einer äußerst deftigen Prise Performancekunst – und kommt doch noch immer nicht ganz hinter das Geheimnis von Fischerspooner. Die New Yorker Art-School-Band um Warren Fischer und Casey Spooner trat mit ihren wild-berüchtigten Auftritten und dank der Protektion des Gigolo-Labelbetreibers Hell um die Jahrtausendwende den Electroclash-Hype los. Ihr Sound ist mit den Jahren hymnischer und gelassener geworden. Auf dem dritten Album „Entertainment“, das nach einem Ausflug in die Welt der Musikindustrie wieder auf einem Indielabel erschienen ist, orientieren sie sich jetzt am Electropop der Achtziger. Schrille, kraftmeierische Performances haben sie noch immer drauf.

Video-Tipp: „Emerge 2000“ von Fischerspooner