Konstantin Alexander Wecker ist ein deutscher Musiker, Liedermacher, Komponist und Autor. Wecker wurde am 1. Juni 1947 als einziges Kind von Alexander und Dorothea Wecker in München geboren und genoss schon im Alter von sechs Jahren seinen ersten Klavierunterricht. Mit acht Jahren lernte er Geige und mit 14 Jahren Gitarre spielen. In seiner Kindheit war er Solist im Rudolf-Lamy-Kinderchor. Ab 1968 machte er sich in der Kleinkunst-Szene einen Namen, war Mitbegründer der Rock-Soul-Band „Zauberberg“ und ging mit der deutschen Version von „Jesus Christ Superstar“ auf Tournee. Er wurde als Pianist und Sänger bekannt, überzeugt jedoch auch als Komponist von Filmmusiken (z. B. Schtonk!) und Musicals sowie als Autor (Lyrik und Prosa). Seine manchmal melancholischen, oft aber auch anklagenden, manchmal vom Blues beeinflussten Lieder erreichen vor allem ein linkes Publikum.

1976 gründete er das Team Musikon und siedelte 1980 mit den Musikern und Freunden in die Toskana über. 1977 gelang ihm mit dem Album „Genug ist nicht genug“ der Durchbruch. Die auf dieser LP erschienene Ballade vom erschlagenen Willy wurde Kult. 1979 komponierte und spielte Wecker die Musik für das Album „Hagenbuch hat jetzt zugegeben“ des Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch. 1980 heiratete er Caroline Seiser, von der er 1988 geschieden wurde. Er arbeitete mit vielen bekannten deutschen und ausländischen Künstlern zusammen, darunter waren Joan Baez und Mercedes Sosa. Zwischen 1986 und 1993 scharte er eine Band zum Teil aus der deutschen Jazz-Szene um das United Jazz and Rock Ensemble um sich. Darunter waren u. a. Wolfgang Dauner, Charlie Mariano, Johannes Faber, Frank Diez, Stephan Diez, Norbert Meyer, Wolfgang Haffner und Jo Barnikel aber auch die englischen Musiker Colin Hodgkinson und Pete York. Am 13. Juni 1987 nimmt Wecker am Pressefest des SED-Zentralorgans „Neues Deutschland“ in Ost-Berlin (DDR) teil. 10.000 ostdeutsche Zuhörer sind begeistert. In den letzten Jahren ist er vermehrt solo oder mit Jo Barnikel als Begleiter aufgetreten. Zudem trat er ab dem Jahr 2000 mit Hannes Wader gemeinsam auf. Diese Zusammenarbeit gipfelte 2002 in einem Konzert von Konstantin Wecker, Hannes Wader und Reinhard Mey aus Anlass des sechzigsten Geburtstages Waders in Bielefeld.

Nach den ersten Erfolgen als Liedermacher begann Konstantin Wecker Kokain zu schnupfen. Die erste literarische Aufarbeitung dieses Themas findet sich in den „Ketzerbriefen eines Süchtigen“ (1981). In seinem 1993 erschienenen Roman „Uferlos“ mit deutlich autobiografischen Zügen thematisierte er das Thema Drogen deutlich. In den 90er Jahren verfiel Wecker der Droge erneut – nach eigener Aussage konsumierte er von 1994 bis zu seiner Verhaftung am 29. November 1995 täglich bis zu 7 Gramm Freebase/Kokainbase und Kokain und litt an Wahnvorstellungen. Die folgenden Gerichtsverhandlungen zogen sich über Jahre hin. Im April 2000 wurde er in dritter Instanz zu einem Jahr und acht Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Sein 1997 gehaltener Vortrag zum Thema vor Nervenärzten in Erlangen erschien zwei Jahre später unter dem Titel „Es gibt kein Leben ohne Tod“ in Buchform.Am 3. Februar 1996 heiratete Wecker die 27 Jahre jüngere Annik Berlin aus Bassum bei Bremen, die er auf einem seiner Konzerte kennen lernte. 1997 und 1999 werden die Söhne Valentin und Tamino geboren. Er komponierte mit Christopher Franke das Musical Ludwig, das am 11. März 2005 in Füssen uraufgeführt wurde und zuvor das Hundertwasser-Musical (2004).