Ob Adriano oder Eros: Bei italienischen Popsängern fallen einem zuerst die gedressten Machos ein, die sich sanft und zartfühlend geben. Eine Ausnahme aber gibt es: Zucchero. Er sieht nicht nur aus wie der mittelalte Joe Cocker, er singt auch so – mit rauchigem Blues- und Gospel-Feeling. Doch Zucchero (Italienisch für Zucker) kann auch musikalisch Süßholz raspeln. Am besten gelang ihm dies zusammen mit Paul Young, ihr Hit „Senza Una Donna“ verschönert noch heute manche Autofahrt über den Brenner. Sein Album „Fly“ fiel eher balladig aus, also ist klar, was man live vom Italo-Rocker erwarten kann: Mainstream-Pop zum Zuckerschlecken.

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