Martin Jondo Sprung, in Berlin aufgewachsener Sohn eines Deutschen und einer Südkoreanerin, liebt das Stilmittel der Reduktion. Das fängt schon beim Namen an. Auf seinem ersten Album „Echo & Smoke“ nannte er sich noch Martin Jondo. Jetzt ist selbst Martin gestrichen. Auch seine Musik hat der Knapp-30-Jährige konsequent auf Diät gesetzt. Als Musiker und Anheizer auf diversen Gentleman-Tourneen oder bei Gastauftritten mit Culcha Candela, Silly Walks und Mellow Mark spielt er noch klassisch-reichhaltigen Roots-Reggae – seine neuen Lieder hat er nun radikal entschlackt. Nur mit der akustischen Gitarre sitzt Jondo auf der Bühne und präsentiert ohne jede weitere Zutat seine innigen Songs, die zwar im Herzen noch Reggae sind, aber auch weit in Folk und Blues hineinreichen.

Video-Tipp: „The One“ von Jondo