Bei Folkmusik geht es eigentlich ums Miteinander. Das ist Joe Steer beim Aufnehmen relativ gleich, da sitzt er alleine im Studio, loopt Instrumente und lässt auf seinem Debütalbum Tom Hobden von Noah And The Whale ein bisschen Geige aufs Band spielen. Lediglich auf Tour gibt er sich als Menschenfreund – als ob er aktiv dem Eigenbrötler-Image entgegentreten wollte, hat er dann prompt eine achtköpfige Liveband mit Streichern und Perkussionisten dabei. Sonst ist Steer kein Freund der Extreme: Der freundliche Akustikpop schlägt selten über die Stränge und bleibt stets so gesittet, dass man sich manchmal eine Bestuhlung des Konzerts wünscht. Ein voller Tourbus macht halt noch keine Arcade Fire. Die Instrumentenvielfalt macht jedoch einiges her.

Video-Tipp: „Get Up and Go “ von Broadcast 2000