Gegen dieses Schicksal hätte manch anderer kapituliert: Mark Oliver Everett musste den Tod aller Familienmitglieder verkraften. Die Liebe seines Lebens ist gescheitert, und an Flughäfen und in Parks wird er regelmäßig für einen Terroristen gehalten und einkassiert. Doch anstatt sich vor der Welt zu verkriechen, verpackt der Mittvierziger seine gescheiterten Lebens entwürfe und Tragödien in rührende Rock-Balladen und teilt sie so freigiebig wie ein alter Freund mit uns. So wird seine Traurigkeit zu unserer Freude, denn Everett singt zu schön, um weg zuhören. Und mal ehrlich, was wären wir für Freunde, wenn wir ihm nicht zuhören würden? Auch wenn er in seinem geliebten Overall und mit der Schweißerbrille auf der Nase recht wunderlich aussieht.

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