Die Schweden kommen mit großen Koffern auf Tour. Schließlich reisen sie auf ihrem Debüt „Compass“ um die Welt. Von „Kairo“ über die „Haby Bay“ bis zum „Northpole“. Ziemlich kosmopolitisch für den im Pass doch eher als stinknormal ausgewiesenen Indiepop des Quintetts aus Göteborg. Da muss man aufpassen, dass aus Eingängigkeit nicht Eintönigkeit wird. Gut, dass Sänger André Vikingsson die Reiseleitung innehat und mit seiner Körpermotorik an The Drums erinnert, während er zwischen lässigem Griff am Mikro und Keyboardspiel hin und her hampelt, um dem Gitarrensound etwas Melodiegeschepper abzugewinnen. Nicht die Reise unseres Lebens, aber ein passabler Konzerttrip ist das allemal.

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