Herman van Veen, eigentlich Hermannus Jantinus van Veen, ist ein niederländischer Sänger, Schriftsteller, Liedertexter und Liederkomponist. In Deutschland wurde er vor allem mit dem Lied Ich hab ein zärtliches Gefühl sowie als geistiger Vater der Ente Alfred Jodocus Kwak bekannt. Als Sohn eines Schriftsetzers und einer Hausfrau besuchte Herman van Veen in Utrecht eine Montessori-Schule und erhielt als Achtjähriger Geigen- und Gesangsunterricht.

Während des Studiums am Utrechter Konservatorium (Fächer: Geige, Gesang, Musikpädagogik) trat er 1965 das erste Mal mit einem Soloprogramm auf. Am Utrechter Konservatorium lernte er den Pianisten Erik van der Wurff kennen und gründete mit ihm eine Kabarett-Gruppe: Cabaret Chantant Harlekijn. 1967 hatten sie ihre ersten Auftritte und wurden gleich von der niederländischen Theaterkritik positiv aufgenommen. Schnell folgten die ersten Schallplattenaufnahmen und Fernsehauftritte. Herman van Veen etablierte sich als Kabarettist, Entertainer und Liedermacher. 1968 gründete er seine bis heute bestehende Produktionsfirma Harlekijn.

1972 wurde er von Alfred Biolek und Thomas Woitkewitsch für das deutsche Publikum entdeckt. Woitkewitsch übersetzte die niederländischen Lieder ins Deutsche. Van Veens erstes deutschsprachiges Album erschien 1973 und hieß Ich hab ein zärtliches Gefühl. Seitdem hat er bis heute zahlreiche weitere Alben veröffentlicht.

Ende der 1980er Jahre schuf er auf der Grundlage seiner Musikfabel der Ente Kwak die Zeichentrickserie Alfred Jodocus Kwak, die sich um das Enten-Waisenkind Alfred dreht und mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde.

Herman van Veen hat in den fast 40 Jahren seiner bisherigen Schaffenszeit fast 140 Tonträger (Langspielplatten, CD und DVD), über 60 Bücher sowie eine ganze Reihe von Drehbüchern veröffentlicht. Im Jahre 1999 wurde ihm wegen seines Beitrages zur deutsch-niederländischen Verständigung das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Van Veen engagiert sich in mehreren Organisationen, die er teilweise selber gründete, für die Rechte von Kindern und ist UNICEF-Botschafter. Die Stiftung Euriade verlieh ihm 2005 die Martin-Buber-Plakette, die alljährlich für besondere Verdienste um die Menschlichkeit verliehen wird. Im Jahre 2006 inszenierte van Veen die Visualisierte Linzer Klangwolke, die jedes Jahr in Linz an der Donau stattfindet. Der Titel der visualisierten Klangwolke 2006 lautete Ente gut alles gut. Herman van Veen ist mit der Tänzerin Gaëtane Bouchez verheiratet und hat vier Kinder, von denen eine Tochter, Babette van Veen, Schauspielerin ist. Die Familie lebt in den Niederlanden bei Soest.

Sehen sie ein Live Video von Herman van Veen: