Wenn Soap-Darsteller in Deutschland zu musizieren beginnen, dann heißen sie Jeanette Biedermann oder Yvonne Catterfeld. In England heißen sie Ebony Bones. Die war seit ihrem 16. Lebensjahr Schauspielerin in der Seifenoper „Family Affairs“. Nach deren Einstellung beginnt ihre einmalige Inszenierung als Fantasiefigur Ebony Bones: Sie türmt ihre Haare auf, behängt sich mit billigem Schmuck und leuchtet in den grellsten Farben. Noch spektakulärer ist nur ihre Musik: ein verwegener, überwältigender Mix aus Funk und Punkrock. Man erinnert sich an Nina Hagen, denkt an Björk, sieht George Clinton und fühlt André 3000. Ein Geräuschgewitter aus Gitarren, Bässen, und Synthies, aus Chören, Schreien und Pfeifen – so stellt man sich eine Voodoo-Messe in einer besseren Welt vor.