Die vier Kölner von Lichter verzapfen herrlichen Kunstpop made in Germany. Man möchte das Quartett am liebsten lautstark bejubeln, aber das würde nur diese angenehme Ruhe stören, die seine Musik dem Zuhörer vermittelt. Lichter spielen keinen unbedarften, sorglosen Pop. Ihre Songs sind ausgefeilt einfach und nachhaltig, Gitarre und Schlagzeug treiben die Stücke an. Während der Sänger und Songschreiber Mathias Mauersberger seine Worte mit Bedacht wählt und sorgfältig Stimmungen einfängt, sorgt die hinreißende Keyboarderin Vera Mohrs mit ihren Melodien für ein wunderbar eingängiges Popgefühl. Auf ihre melancholische Indiepop-Kost, geprägt von den eher dunklen Seiten der Gefühlspalette, muss man sich einfach einlassen.

Video Tipp: „Leerer Raum“ von Lichter