George Bush ist schuld, die besoffenen Jugendlichen in „Borat“, irgendwie auch Michael Moore. In den letzten Jahren präsentierten sich die USA oft als rückständige Nation voller Idioten. Dabei sind sie auch das Land der Hochbegabten, und in den Großstädten leben womöglich die charmantesten Menschen der Welt. Aber dann kommen 3OH!3, und man vergisst alle guten Eindrücke, die man in New York oder Chicago gesammelt hat. Sean Foreman und Nathaniel Motte geben die stumpfen Feierbiester, die man aus College-Filmen kennt. Auf der Bühne braut das Duo einen fiesen Electro-Rap-Mix, den es gelegentlich mit Gast auftritten von Pop-Chicks (Kesha, Katy Perry) würzt. Ein US-Export aus dem Klischeebilderbuch. Musik wie Kräuterschnaps mit Energy – irgendwann übergibt man sich.

Video-Tipp: „Double Vision“ von 3Oh!3