Wer ein Problem mit ironischem Pop hat, sollte die Konzerte der Teenagers besser meiden. Hier wird gezwinkert, bis die Augen schmerzen. In ihren Songs spielen die Franzosen mit Rockstar- und Sex-Klischees, persiflieren Vermarktungsmechanismen und nutzen sie gleichzeitig gnadenlos aus. Schon bevor die Band existierte, hatte sie ein Myspace-Profil. Die Fan-Kommentare flossen später in Songtexte ein. Auch die Musik klingt nicht ganz ernst gemeint: schwülstiger Synthiepop trifft auf Rockgitarren und lasziven Sprechgesang. Das Ganze schwankt irgendwo zwischen „La Boum“ und Indie-Disco. Kein Wunder, dass die Konzerte der Teenagers an eine hormonschwangere Klassenfete anno 1985 erinnern. Fehlen nur noch die Zahnspangen.

Video-Tipp: „Make It Happen“ aus dem Album „Reality Check“