Der Jüngste ist Randy Newman nicht mehr. Er ist aber dermaßen lässig, dass er auch niemals so tun würde, als ob. Wahrscheinlich war er schon immer erwachsener als der drei Wochen jüngere Keith Richards. Kluge Gemeinheiten hüllt er in Dixieland, dazu hüpfen seine Finger mit einer Leichtigkeit über die Tasten, dass Seitenhiebe wie „I am dead, but I don’t know it“ oder Geschichten von Helden, die die Welt nicht retten können, weil sie ständig unterwegs sind, noch mehr Spaß machen. Mittlerweile erzählt er mehr, als er singt, weil die Stimme nicht mehr so mitmacht. Es groovt trotzdem. Herr Newman muss nichts mehr beweisen, und Geld hat er auch (durch die Filmmusik, die er seit Jahrzehnten komponiert). Er genießt es einfach. Reife Leistung.

Video-Tipp: „Political Science (Live)“ von Randy Newman