HipHop aus den USA klingt augenblicklich nicht nur musikalisch fade. Auch die Reime sind oft von hohlen Phrasen geprägt und Konzerte wirken wie einstudierte Hollywood-Musicals. Eine der wenigen Ausnahmen bildet Brother Ali. Seine Beats sind trocken und verbreiten soulige Oldschool-Stimmung. Seine Raps haben viel Melodie und leben von bissigem Humor. Auf der Bühne präsentiert der 33-Jährige seine Klasse mit einer Show, bei der man nie weiß was passieren wird. Mal springt er ins Publikum, um reimend mit ihm zu tanzen. Dann gibt er den wortgewandten Entertainer, der nichts weiter will, als alle mit seiner flinken Zunge in Staunen zu versetzen. Fähigkeiten, die jener Zeit entstammen, in der Rapper noch mit statt für die Fans feierten.

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