Mit R&B-Sängerinnen ist das so eine Sache. Die meisten blenden uns mit ihren optischen Vorzügen, ihre Musik hat indes wenig Strahlkraft. Gut, dass Mary J. Blige nicht in dieses Muster passt. Sie hat geliebt und gelitten, davon weiß sie auf ihrem Album „Growing Pains“ mehr als ein Lied zu singen. Live kommen diese ein bisschen rauer rüber. Die Künstlerin folgt auf der Bühne eben nur ihren Gefühlen. Sie rappt, sie singt, manchmal schreit sie sogar. Wir konstatieren: Allein mit ihrer Wahnsinnsstimme könnte sie den Abend tragen. Zumal uns ja gerade ihre Kummerballaden berühren. Schließlich ist sie mit ihren fiesen Exfreunden durch die Hölle gegangen: „Dass es in einer Partnerschaft auch Zärtlichkeit geben kann, das wusste ich früher gar nicht.“

Hier können sie ein Video von Mary J. Blige sehen: