Einen zweiten Frühling hat es für Kim Wilde nie gegeben. Die Achtziger waren ihr Jahrzehnt, die Blütezeit der gelernten Landschaftsgärtnerin. Mit „Cambodia“, „You Came“, „Kids In America“ oder „You Keep Me Hangin‘ On“ landet Wilde Welthits und am Ende des Jahrzehnts im Vorprogramm von David Bowie und Michael Jackson – der Gipfel ihrer Karriere. Seitdem kompostiert sie ihren Ruhm mit Lückenfüllern zu welken Best-of-Shows. Die Freude am x-ten Aufguss der entschleunigten Synthiepophits ist der 48-Jährigen ebensowenig abhanden gekommen wie ihre landsmännische Anhängerschaft. Im Mai tourt die Londonerin mit einem Eighties-Ensemble durch britische Stadien. Hierzulande reicht es noch für größere Clubs. Gespannt sind dabei nur die schwarzen Lederhosen auf und vor der Bühne.

Video-Tipp: „You Came“ von Kim Wilde