Eigentlich müsste man sich einen Petticoat anziehen, dem Freund eine Elvis-Tolle frisieren, gemeinsam bei einem Whiskey „Dirty Dancing“, „Grease“ und am besten noch „Cry Baby“ gucken – und anschließend zu Glasvegas gehen. Wenn die Schotten bei ihren Konzerten den Sound der Fünfziger und Sechziger, Rockabilly mit Pop und Rock mischen, dann ist das nämlich wie eine Zeitreise. Unheimlich vertraut klingen ihre Songs, und ziemlich romantisch noch dazu, ganz ohne kitschig zu sein. Wie moderne Gedichte über die Arbeiterklasse Glasgows wirken dazu die Texte von Sänger James Allen. Und wem bei Songs wie dem dramatischen „Daddy’s Gone“ nicht wenigstens kurz die Knie schlottern, der ist kalt wie ein Stein und soll für den Rest seines Lebens „Terminator“ gucken und Scooter hören.

Video-Tipp: „Flowers And Football Tops“ von Glasvegas