Lassen wir Island vor dem geistigen Auge vorbeiziehen: Weitläufiges Land, durchzogen von ruhig daliegenden Seen und Flüssen, ab und zu ragt mal ein Vulkan auf. Ansonsten verweilt so ziemlich alles in einer seeligen Ruhe. Die Musik von Ólafur Arnalds ist von seiner isländischen Heimat geprägt. Er sitzt am Klavier, lässt sich von einem unaufdringlichen Drumcomputer begleiten. Ab und an gesellen sich Violine und Cello hinzu. Auf Gesang kann die Musik verzichten, sie sagt schon so mehr, als Worte es tun könnten. Wer sich auf diese Klangwelten zwischen Klassik und Elektronik einlässt, verliert sich darin, wird fortgetragen in geradezu meditative Sphären. Ab und zu spricht Arnalds zum Publikum – witzig, dezent und charmant. Ein Konzert wie ein schöner Traum.

Video-Tipp: „Ljósið“ von Ólafur Arnalds