Ein plüschiges Theater im Pariser Bezirk Montmatre: Als Raul Paz die Bühne betritt, hält es das überwiegend weibliche Publikum nicht mehr auf den Stühlen. Die sonst so coolen Französinnen jubeln und klatschen. Ausgelassen bewegen sie sich im Takt der Musik. Vornehme Zurückhaltung? Ach was, die ist passé. Kein Wunder, den heißen Latino-Rhythmen des Exilkubaners kann sich einfach niemand entziehen, sie sind extrem tanzbar. Salsa-Klänge treffen auf Reggae, Funk, HipHop oder Jazz. Doch der rothaarige Lockenkopf hat weit mehr im Programm als bloß Tanzbodenfeger. Die ruhigeren Stücke laden zum Träumen ein, einige erinnern ein bisschen an den vertrauten Buena-Vista-Social-Club-Sound. So feiert Paz seine ganz eigene karibische Nacht.

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