„Kult ist nur ein anderes Wort für gescheitert“, hat Punk-Ikone Adam Ant mal gesagt. Eine der wenigen Ausnahmen, auf die das nicht zutrifft, sind The Cure. Seit mehr als 30 Jahren bewegen sich die Briten zwischen Nische und Mainstream. Sänger Robert Smith ist längst zur Ikone geworden, sein Look hat eine ganze Szene geprägt. Noch immer tritt er blass geschminkt mit rotem Lippenstift auf, sein Haarspray-Verbrauch dürfte den Treibhauseffekt erheblich verschärft haben. Ende der Siebziger begründeten The Cure mit Bands wie Bauhaus das Genre des Gothic Rock. Aus dieser Zeit stammen düstere Klassiker wie „A Forest“ oder „Killing An Arab“. Das hat The Cure aber nicht daran gehindert, später gut gelaunte Mitpfeif-Klassiker wie „The Lovecats“ zu schreiben. Das Konzertpublikum ist entsprechend gemischt: Vom Grufti im Ledermantel bis zum Achtziger-Jahre-Retro-Popper ist alles vertreten.

Video-Tipp: „Never Enough“ (Live-Version) von The Cure