Selbstverständlich ist es legitim, die Bee Gees altbacken und schnulzig zu finden und die vermeintliche Mamamusik der drei britischen Brüder mit Ignoranz zu strafen. Doch das war immer schon voreilig. Denn Barry (in Rente), Maurice (verstorben) und Robin Gibb haben Songs geschrieben, die über alle Mäkelei erhaben sind. „How Deep Is Your Love“, „Massachusetts“, „Stayin‘ Alive“ – komplett unterschiedliche Genres, aber alles Gibb-Kompositionen und alles Hits, die zu Recht das Prädikat unsterblich tragen. Nun ist es also an Robin, der es solo nur auf einen nennenswerten Erfolg brachte („Juliet“, 1983), zum 50-jährigen Bandjubiläum die ganzen Hits alleine aufzuführen. Trotz großer Besetzung und vieler Backgroundstimmen: Das mag sich für ihn ein wenig einsam anfühlen.

Video-Tipp: „Juliet“ von Robin Gibb