Da ist er wieder. Geht herum. Am Bühnenrand entlang. Im schlichten schwarzen Trainingsanzug, mit indianerähnlichem Federschmuck auf dem Kopf. Ein bisschen wie ein Pfau. Elegant, unnahbar – und schön anzusehen. Er gehört nicht zu denjenigen, die mit Stagediving beeindrucken. Ekstatisch ist Jay Kay trotzdem, aber eher wie ein weiser Häuptling in Trance. Und sein Stamm geht mit. Folgt jeder Bewegung und tanzt. Kennt die Texte, selbstverständlich auch die des neuen Albums. Schließlich haben sie lange genug darauf gewartet, dass mal wieder neues Futter kommt. Fünf Jahre lang hat man nichts von dem Groovegott gehört, der Mitte der 90er-Jahre die Tanzmusik revolutionierte und mit sinnvollen Inhalten füllte. Jetzt also geht es wieder los. Wurde auch Zeit.

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