Schnell den Scheitel mit der Hand aus dem Gesicht wischen, die schwarzen Handschuhe mit den abgeschnittenen Fingern überziehen, noch ein Weingummi naschen, und los geht’s: Die Screamo-Helden Silverstein sind in der Stadt. Ihre Emocore-Fans tragen vor Freude Trauermine, während allen anderen Alternative-Anhängern die Suche nach Lebensfreude in den „gegrowlten“ oder „geshouteten“, ach so bittersüßen Weltuntergangs-Melancholien von Silverstein ziemlich auf die harten Eier geht. Doch was man den fünf Kanadiern anrechnen darf: Sie sind ihren Weg gegangen zwischen den ganzen As I Lay Dyings und Aidens. Die erste EP in Eigenregie aufgenommen, sich ihren Status aus dem Untergrund live mit Geknüppel und Spaß bei der traurigen Arbeit erspielt – und das Styling sitzt auch perfekt.

Video-Tipp: „Still Dreaming“ von Silverstein