Durchaus denkbar, dass eine Band, die von Modest-Mouse-Chef Isaac Brook unter die Fittiche genommen wird, Sixtiespop oder HipHop macht. Wahrscheinlicher ist allerdings: Sie spielt ähnlich verquasten Indierock wie ihr Mentor. Wolf-Parade-Songs sind mal leicht zu erschließen, dann wieder herausfordernd: verschachtelte Rhythmen und Synthesizersounds zeugen von Experimentierfreude. Verkopfte Studiomusiker darf man allerdings nicht erwarten, denn Wolf Parade sind im Grunde auf der Bühne geboren worden – als spontaner Support für die damals noch unbekannten Arcade Fire. Mit so viel Prominenz als Wegbereiter dürften sie bald selbst ein Standing haben, mit dem sie eigene Nachwuchsförderung betreiben können.

Video-Tipp: „I’ll Believe In Anything“ von Wolf Parade