Jan Garbarek ist ein norwegischer Jazz-Saxophonist polnischer Abstammung. Er gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Jazzmusiker und als Vater der skandinavischen Jazz-Szene.

Zunächst spielte Garbarek mit skandinavischen Musikern freien Jazz in der Coltrane-Tradition und nahm dabei auch Kompositionen wie Jim Peppers Witchi-Tai-To oder Carla Bleys A.I.R. auf. Seit der Mitte der 1970er Jahre trat Garbarek zusammen mit dem Pianisten Keith Jarrett, dem Bassisten Palle Danielsson und dem Schlagzeuger Jon Christensen als Jarretts European Quartet auf. Später trat Garbarek zunehmend als Musiker in Projekten mit weltmusikalischem Hintergrund in Erscheinung ,aber auch in einem Quintett mit Rainer Brüninghaus, Eberhard Weber, Trilok Gurtu und Nana Vasconcelos bzw. Marilyn Mazur.

1994 veröffentlichte Garbarek das wegweisende Album Officium. Auf der Aufnahme begleitete er mit seinem Saxophon als „fünfte Stimme“ das Hilliard Ensemble bei Werken von Gregorianik bis Renaissance. Als wichtigste Einflüsse für das Spiel Garbareks gilt neben den klassischen amerikanischen Jazzgrößen vor allem auch die traditionelle norwegische Folklore, die Garbareks Spiel einen völlig eigenen, unverwechselbaren Sound verleiht. Fast alle Alben Garbareks erscheinen bei dem Label ECM und wurden in enger künstlerischer Zusammenarbeit mit dem Musikproduzenten Manfred Eicher aufgenommen. Garbareks Tochter Anja ist ebenfalls in der Musikszene vertreten.