Sven Regener ist so etwas wie der Lars von Trier der Musik. Kaum ist die Vorstellung im Gang, drückt schon der Kloß im Hals. Alles klingt so weh mütig, von „Finger weg von meiner Paranoia“ oder „Mach das Licht aus, wenn Du gehst“ bis hin zu „Der weiße Hai“. Die Texte sind gefeilt wie Gedichte, der Bass wie ein Herzschlag, langsam pulsierend. Da möchte man weinen. Oder doch lieber nicht. Weil die Musik so beruhigend wirkt, beschwichtigend fast. Ein bisschen so, als säße man gerade fassungslos in einem Haufen Scherben und jemand servierte dazu verständnisvoll und ohne viel Aufhebens liebevoll belegte Schnittchen und frisch gezapftes Bier. Element Of Crime sind fleischgewordene Lakonie. Alles halb so wild. Schlicht und ergreifend. Und das auch noch im Abendrot.

Video-Tipp: „Am Ende denk ich immer nur an dich“ von Element Of Crime