Asiatische Teekenner schwören auf den zweiten Aufguss. Durch ihn erhält der Tee erst seinen optimalen Geschmack. Gold Panda überträgt dieses Verfahren auf die Musik. Das Sampling ist die große Stärke des Briten. Auf seinem Debütalbum „Lucky Shiner“ baut er aus sorgsam ausgewählten Einzelteilen grandiose Soundkunstwerke. Auf knallige Bass-Schminke verzichtet der Brite, setzt durch feine Vocals und Instrumentalsounds Akzente. Er verändert sie, arrangiert die verwendeten Elemente akribisch neu und macht so den elektronischen Sound organisch. Und genau darin liegt auch der Zauber, der es fast unmöglich macht, seiner Musik live nicht zu verfallen.

Video-Tipp: „Quitters Raga“ von Gold Panda