Viele werden den Song „Just So“ von Agnes Obel kennen, ohne es zu wissen. Denn das Lied der in Berlin lebenden Dänin wurde 2009 von einem Mobilfunkanbieter für die Werbung entdeckt. Die Musik ihres Debüts „Philharmonics“ bringt die Einfachheit des Folk, die Eingängigkeit des Pop mit der Eleganz der Klassik zusammen. „Ich empfinde meine Songs nicht als zerbrechlich, sie sind nur langsam“, so die Songwriterin. „Um sie rüberzubringen, braucht es Stärke, weil man sich nicht hinter ihnen verstecken kann.“ Das wäre bei Agnes Obel auch sehr schade. Schließlich ist die Dame überaus ansehnlich. Graziös sitzt sie hinter dem Klavier, singt mal zaghaft liebreizend, dann wieder keusch verraucht. Eine Band gibt es nicht. Begleitet wird sie lediglich von Anne Ostsee am Cello. Weniger ist eben mehr.

Video-Tipp: „Riverside“ von Agnes Obel