Jeniferever aus Uppsala (Schweden) werden oft dem Genre des Postrock zugeordnet, obwohl sie in der Vergangenheit einen großen Bogen um stereotype Genregewohnheiten gemacht haben. Für klassische Laut-Leise-Schemata war ebenso wenig Platz wie für stalltypische Build-ups. Ihre Lieder sind strahlende Schönheiten, gezügelt, gefordert, unruhig und dabei jedoch so fragil und ganz und gar rein. Musik mit viel Weite. Epik, Tragik und Märchenhaft, irgendwo zwischen Sigur Ros, Elliott Smith und Mum. Dabei sind sie jedoch nie überladen, jede Harmonie sitzt. Ihr majestätischer Entwurf mit orchestralen Zügen schwebt sanft dahin.

Video-Tipp: Jeniferever – „Green Meadow Island“