Wofür die Deutschen Schweden dankbar sind? Für Mando Diao? IKEA? Ab sofort vielleicht auch für The Fallen Empires? Gute Frage. Was die fünf Malmöer uns auf die Ohren hauen, ist echter Rock’n’Roll – kein Weichspülpop oder Casting-Show-Gedudel. Nein, ihr Indierock lebt von quietschenden schrammeligen Sounds, rauchigen Riffs und schweren rhythmischen Beats. Sänger Toby und seine Jungs scheinen ihre Musik ernst zu nehmen und schreiben ihre Stücke schön selber, so gehört sich das schließlich für waschechte Rocker. Und das hört man auch auf ihrem Debütalbum „As of Yet…“. Die Idee hinter ihren eingängigen Melodien? Drei Gitarren + ein Bass + ein Drummer + eine Stimme = ein zufriedenes Publikum. Das Bauprinzip könnte glatt von IKEA stammen. Mit einem Unterschied: Hier muss nichts mehr geschraubt oder gedreht werden. Der Rock’n’Roll ist so komplett authentisch, den muss man nur noch auf die Bühne stellen. Licht aus, Sound an, abrocken, fertig. Wenn doch alles so einfach wäre.
Anja Greszik

Video-Tipp: „A Song for the People“ (Live im schwedischen Fernsehen) von The Fallen Empires