Auf den ersten Blick könnte man es für Kinderbelustigung halten, was Andreas Dorau auf der Bühne so treibt: Zu harmlosen Schlagerhousemelodien, die mit Disco-Samples gespickt sind, singt er mit einer Stimme, für die man sicher auch bei der Augsburger Puppenkiste Verwendung hätte. Früher ließ er dazu gern als Hund oder Blume verkleidete Menschen gekonnt trottelig am Bühnenrand tanzen, die dem unscheinbaren Rollkragenpulliträger die Schaustahlen. Dass man auf Konzerten des Ex-NDW-Stars („Fred vom Jupiter“) auch als Fünfjähriger Spaß haben kann, sollte niemanden täuschen: Doraus Texte handeln schon mal von Liebesselbstmord oder Drogen. Hinter unschuldigem Herumgekaspere und Zeilen wie „Sie ging arbeiten und er ging fremd“ verbergen sich gute Geschichten.

Video-Tipp: „Kein Liebeslied“ von Andreas Dorau