Die seit Ende der sechziger Jahre bestehende Verschwörungstheorie, bekannt unter den Namen „Paul is dead“, besagt, dass Sir Paul McCartney vor über 40 Jahren bei einem Autounfall ums Leben kam und uns ein Doppelgänger untergejubelt wurde. Nach jahrelanger Abstinenz von deutschen Bühnen kann man sich jetzt persönlich von seiner Echtheit überzeugen. Kreischende Mädels wie zu Beatles-Zeiten sieht man hier heutzutage allerdings eher weniger, dafür gibt es inzwischen ja auch Bands wie Tokio Hotel. Stattdessen erlebt man Songs seiner zahlreichen Soloalben – die dank McCartneys Experimentierfreude viele verschiedene Genres gekonnt zitieren – sowie alte, unverwüstliche Beatles-Klassiker. Und man gewinnt die Einsicht: Kein Doppelgänger kann so stilsicher sein.