Die TripHop-Pioniere aus Bristol haben sich live lange rar gemacht. Und es hat ihnen gut getan, denn die Shows zu ihrem aktuellen Album „Heligoland“ haben wieder die dramatische Wucht, die Massive Attack schon verloren gegangen schien. Mit vielen Gastsängern und Livemusikern berserkern sich die Masterminds 3D und Daddy G durch ein zweistündiges Set, das den Kreis von „Heligoland“ bis zu ihrem Über-Album „Blue Lines“ schließt. Während auf den Bildschirmen im Hintergrund Agitprop-Slogans flimmern, ziehen die Gottväter der verschleppten Beats ihre eigene Bandhistorie einmal längs: „Karmacoma“, „Unfinished Symphony“ und das rührende „Teardrop“ mutieren dank bedrohlicher Bassläufe zu schwermütigen und depressiven Monstern.

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