Die Franzosen Marc Collin und Olivier Libaux sind die Transfermeister des Pop. Mit beiden Händen greifen sie seit sechs Jahren in den Wühltisch des New Wave und Postpunk, um Songs von Joy Division bis Echo & The Bunnymen die Düsternis zu entziehen und sie mit Bossa-Klängen frisch und eingängig aufzubereiten. Aktuell sind sie, wie immer mit zahlreichen Gastsängerinnen auf der Bühne, vorwiegend im Kramladen des Nouvelle Chanson, der französischen Wave-Bewegung der späten 70er und frühen 80er, zugange. Was wie Leichenfledderei aussieht, entpuppt sich live als stimmige Schmeichelei für Fans der alten Klassiker, die ihre einstige Rebellion gegen eine Vorliebe für schmachtende Frauenstimmen und jazzigen Pop eingetauscht haben.

Video-Tipp: „Don’t Go“ von Nouvelle Vague