Bei Gitarrenmusikern aus Belgien muss man aufgrund weniger anderer prominenter Beispiele unweigerlich an Milow denken. Doch es gibt auch Künstler, die nicht so übermäßig frittiert sind, dass sie zwar jedem schmecken, aber doch irgendwie fade bleiben. Sie schmeicheln feiner am Gaumen, dezenter. Ein tolles Beispiel dafür sind Isbells. Die aus dem Städtchen Leuven stammende Formation ist das belgische Pendant zu Bon Iver, Iron & Wine oder Fleet Foxes. Sie spielen Folk, der so schön ist, dass man dazu heulen könnte. Und am intensivsten erlebt man dieses Gefühl, wenn man Gaëtan, Naïma, Bart und Gianni auf der Bühne sieht, wie sie auf allem schrammeln und zupfen, was Saiten hat, und dabei tief in ihrer Musik versinken. So kann belgische Gitarrenmusik auch klingen.

Video-Tipp: „Reunite“ von Isbells