Als Freddy Rupert vergangenen November auf Tour war, wunderte er sich über die Bühnen in den Clubs, die sein Publikum auf Distanz hielten. Trotz des kühlen Dark-Pop-Wave heizt der Amerikaner bei seinen Shows nämlich gern ein und ist – wider Erwarten – bereit, sich zu verausgaben. So hüpft er auf und ab, wankt andächtig mit geschlossenen Augen oder drischt auf den Drumcomputer ein. Das alles vor der Kulisse einer beatfreundlichen Elektrodröhnung mit Tiefgang und grollendem Wave-Gesang, die einen Bogen von David Bowie zu Nick Cave spannt. Und weil er das so erfolgreich macht, beschert das Former Ghosts am Ende wohl noch größere Bühnen und noch mehr Distanz zum Publikum. Also Leute, rückt näher ran an den Mann – es lohnt sich.

Video-Tipp: „Hold On“ von Former Ghosts