Anders als man denken könnte, bezeichnet The Middle East im Englischen den Nahen Osten. Mit der Musik des Orients hat diese Band allerdings wenig zu tun. Beim ersten Hören könnte man sie vorschnell ins Neo-Folk-Fach stecken. In Wirklichkeit haben The Middle East aber mehr Ähnlichkeit mit isländischen Bands wie Sigur Rós oder Múm. Ihre Songs klingen sphärisch und einsam. Schönheit und Schauer liegen hier nah beieinander. Der Effekt überträgt sich auch auf die Live-Auftritte. Die Atmosphäre ist so intim, dass man sich kaum zu husten traut, aus Angst, ein scheues Fabelwesen zu erschrecken. In ihren besten Momenten sind Konzerte von The Middle East wie ein nächtlicher Spaziergang im Wald – einsam, still und ein bisschen unheimlich.

Video-Tipp: „Blood “ von The Middle East