Er sieht aus wie ein Skater und macht die Art von Musik, die Mütter hassen: Lärm. Und wenn sich Nathan Williams schrottig klingender Indierock mit seiner jugendlichen Tristesse und schwindelerregenden Drogencocktails paart, ist das eine katastrophale Kombination. Trauriger Höhepunkt war der Auftritt auf dem Primavera Festival. Völlig benebelt verpasste er Einsätze und drohte dem Drummer Prügel an. An guten Tagen hingegen begeistert der Bube aus San Diego mit seinem verzerrten LoFi. Dann schmettert er dem Publikum seinen roh-radikalen Noisepop entgegen, dass der Schädel nur so brummt. Ein kleiner Entertainer, der durch seine selbstzerstörerische Art manchmal ein erschreckendes Bild abgibt und nicht nur die Indiegemeinde spaltet.

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