Wer dem Debütalbum von The Hundred In The Hands verfallen ist, der weiß, welch zwiespältige Magie das ame – rikanische Duo verbreitet. Zuweilen will man zu ihrem Mix aus Synthie-Pop, Postpunk und Dream-Pop gern tanzen, dann wieder einen dunklen Tagtraum träumen. Auch live pendeln Jason Friedman und Eleanore Everdell zwischen Euphorie und Melancholie. Allerdings ohne viel Show zu machen. Sängerin Eleanore wippt zwar federnd hinter ihrem Keyboard, bleibt aber zurückhaltend konzentriert. Gitarrist Jason verliert sich zudem gern in seinen verspielten Gitarrenwelten und meidet die Bewegung. Früher oder später schließt man dann die Augen, folgt Eleanores emotionalem Gesang und dreht sich im Kreis, bis die Musik ausgeht.

Video-Tipp: „Commotion“ von The Hundred In The Hands