Schon erstaunlich, dass The Fine Arts Showcase erst mit ihrem vierten Album europaweit für Aufmerksamkeit sorgen. Denn eigentlich ist ihr tragischer Indierock, den sie selbst augenzwinkernd als Kamikaze-Pop bezeichnen, so rührend, dass er schon längst hätte erhört werden müssen. Live setzt das Quintett auf romantische Gefühle, die lange nachwirken. Und das, obwohl sie keine großen Meister des Rock-Entertainments sind. Statt wild über die Bühne zu hüpfen, trägt Frontmann Gustaf Kjellvander seine hymnischen Songs beherrscht und mit statischer Attitüde vor. Schwedische Indierockmelancholie, die mit gelassenem Tempo große Herzensangelegenheiten besingt, ohne oberflächlich auf die Tränendrüse zu drücken.

Video-Tipp: „Modern Love“ von The Fine Arts Showcase