Franz Ferdinand, ohne Zweifel die Gewinner des ganzen englischen Gitarrenband-Hypes vom Anfang des Jahrtausends, spielen auf dieser Tour in Arenen. Zu Recht, denn vor allem live funktioniert ihr monoton-zackiger, tanzbarer Post-Punk-New-Wave-Mix hervorragend. Seit ihrem Debüt 2004 pflegen die vier Glasgower ein Image als coole Art-Rocker: Die Band um Sänger Alex Kapranos ist auf der Bühne stets tadellos gekleidet und gibt sich distinguiert. Die Nachthymnen des neuen Albums werden der düsteren, aber auch clubtauglichen Seite von Franz Ferdinand mehr Raum bieten. Ansonsten gilt, was bei den Schotten schon immer galt: Vor lauter Mitsingen und Mitspringen zu Hymmen wie „Take Me Out“ oder „This Fire“ vergisst man manchmal glatt, wie die Haare liegen.

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