Die Band MIT zu hören ist ein bisschen so, als blätterte man in alten Science-Fiction-Heften – man blickt auf Erfindungen, die mal für die Welt von morgen standen und die nun nostalgisch wirken. Der retrofuturistische Sound kommt nicht von ungefähr. Das jüngste Album wurde auf mannshohen Analogsynthesizern aus den 70er-Jahren eingespielt. Die besten MIT-Stücke könnte man auf Kraftwerk-Klassikern wie „Die Mensch-Maschine“ einschmuggeln, ohne dass es auffiele. Trotzdem ist das Köln-Düsseldorf-Trio kein reiner Kopierladen. Das merkt man besonders bei den Konzerten. Live treten MIT als Band auf – mit Schlagzeug und Synthies statt fertiger Loops. Das verleiht den Shows eine gewisse Wärme, für die Kraftwerk nicht gerade bekannt waren.

Video-Tipp: „Pudong“ von MIT