Ausgerechnet Providence in Neuengland ist die Heimat von The Low Anthem. Providence, also Vorsehung. Als hätten die Folk-Götter gewusst, dass die vier Vollbluthippies, die gern mal in Müllcontainern nach Verpackungsmaterial für ihre Alben suchen, irgendwann zu Amerikas größter Indie-Folk-Hoffnung werden. Pur, ehrlich und herrlich trendlos klingt aber nicht nur ihr neues Album „Smart Flesh“. Auch die Konzerte sind in Zeiten choreografierten Plastikpops Balsam für die Seele. Gitarre, Mundharmonika, singende Säge, whisky-sanfte Stimmen. Wunderbar spontan, erdig und weit davon entfernt, perfekt zu sein. Und wenn The Low Anthem nicht gerade bei David Letterman spielen, verlassen sie ihr Land auch mal und singen davon, wie schön es zu Hause ist. Man glaubt es.

Video-Tipp: „To Ohio“ von The Low Anthem