Gegründet wurde die Band 1976 in London. Bereits ein Jahr später veröffentlichten sie ihr Debütalbum „Pink Flag“. Nach dem Auslaufen ihres Vertrages mit EMI Ende der 70er, Anfang der 80er, drohte die Band in Vergessenheit zu geraten. Störrisch wie das Quartett war, weigerte man sich lange Zeit, bekanntes Albummaterial live aufzuführen. Wire-Konzerte der Endsiebziger bestanden hauptsächlich aus Improvisationen. 1984 führte das Düsseldorfer Label Sneaky Pete mit der LP-Kompilation „And Here It Is…Again…“ noch einmal das verdeckte Hitpotential der Gruppe vor Augen und Ohren und legte so den Grundstein für einen Neuanfang. 1986 erschien „Play Pop“, nach vielen Jahren das erste Studiowerk von Wire. 1991 verspürte Schlagzeuger Robert Gotobed keine Lust mehr mit Drumcomputern zu konkurrieren und wurde lieber Bio-Landwirt, woraufhin sich „Wire“ in „Wir“ umbenannte, jedoch keine nennenswerten Erfolge verbuchen konnte. Seit 2000 spielen die Gründungsmitglieder wieder unter dem Namen Wire.

Video Tipp: Wire – Spent (Pitchfork Music Festival 2013)

2008 verließ Bruce Gilbert die Band, und Wire spielten fortan als Trio. Im Frühjahr 2012 nahm die Band gemeinsam mit Matthew Simms die Platte „Change Becomes Us“, deren Lieder auf musikalischen Ideen aus der Frühphase der Band basieren.

Auf Ansagen verzichten Wire traditionell. Auch die Mimik der Postpunk-Veteranen bleibt bei Konzerten regungslos. Was musikalisch passiert, ist allerdings nie klar. Alles ist möglich, nur eines ist sicher: Wenn Punk eine Haltung ist, die sich jeder Form von Konformismus widersetzt, dann sind Wire die ultimative Punkband.

Das Album „Til Your River Runs Dry“ exklusiv im Spotify-Stream